60 Tage – 60 Objekte zur Seuche
Diese Galerie entstand während des ersten Corona-Lockdowns, in den 60 Tagen vom 17. März bis zum 16. Mai 2020. „Closed but open“, nach dieser Devise begleiteten wir jeden Tag des Lockdowns auf unserer Website, auf Facebook und auf Instagram mit einer Objektgeschichte. Jede einzelne erzählt vom Umgang der Gesellschaft mit früheren Seuchen. In ihrer Gesamtheit spiegeln sie die Themen, die uns alle damals bewegten.
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Bald beteiligten sich auch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Sammlungen, Museen und Universitäten an diesem Objekt-Tagebuch des Seuchengeschehens. Die Geschichten handeln nicht von Corona, sondern von Pest, Pocken, Cholera, Grippe oder Kinderlähmung. Auch die Frage nach dem Ursprung und dem Wesen der Krankheit wurde zu jeder Zeit anders beantwortet – was nicht nur vom jeweils gültigen medizinischen Konzept abhing, sondern auch von den Ängsten in der Gesellschaft und von der Deutungsmacht der Kirche. Trotz aller Unterschiede erschienen viele Prinzipien und Phänomene der früheren Seuchenbekämpfung vor dem Hintergrund der Corona-Erfahrungen (wieder) erstaunlich vertraut.
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