Gruppenführungen für Schulklassen
Wenn Sie eines der folgenden Angebote mit Ihrer Schulklasse wahrnehmen möchten, verwenden Sie bitte das Buchungsformular für Schulklassen.
Gerne führen wir für Ihre Schulklasse auch einen Objektworkshop bei uns durch.
Bitte beachten Sie bei der Vorbereitung auch unsere Tipps für den Museumsbesuch.
Vielen Dank!
Angebote für Schulklassen in der Dauerausstellung (Alte Anatomie)

Standardführung
Dauer 60 Min. | 30 €
Klassen bis 20 Personen
Größere Klassen werden in zwei Gruppen
parallel geführt (60 €).
Für alle Altersstufen geeignet
Die Dauerausstellung im ehemaligen Anatomiegebäude wurde 2020 eröffnet. Im Obergeschoss wird die Medizin des 18. Jahrhundert vorgestellt – in der Zeit, als hier, in der „Alten Anatomie“, die Medizinstudenten ausgebildet wurden. Im Erdgeschoss richten „21 starken Dinge“ den Blick auf unterschiedliche Themen der Medizingeschichte.
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Die historischen Objekte laden dazu ein, über zentrale Themen von Krankheit, Gesundheit und Gesellschaft nachzudenken. Sie beleuchten Entdeckungen, Debatten und ethische Fragen, die auch heute noch aktuell sind.
So fördert diese Führung historisches Denken, kritische Reflexion und interdisziplinäres Lernen. Sie verbindet naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlichen Entwicklungen und kulturellen Vorstellungen von Gesundheit.
Die Führung knüpft an Inhalte der Fächer Biologie, Geschichte, Ethik/Religion und Sozialkunde an und eignet sich besonders zur vertiefenden Auseinandersetzung mit Themen wie medizinischem Wandel, Infektionskrankheiten und Hygiene sowie gesellschaftlicher Verantwortung.

Victor Frankenstein & die Anatomie
Dauer 60 Min. | 30 €
Klassen bis 20 Personen
Größere Klassen werden in zwei Gruppen
parallel geführt (60 €).
Für alle Altersstufen geeignet
Mary Shelley lässt in ihrem 1818 erschienenen Roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ einen jungen Medizinstudenten in Ingolstadt eine künstliche Kreatur erschaffen. Diese Themenführung verwendet Mary Shelleys Romantext als Leitfaden.
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Sie findet dort statt, wo Fiktion und Geschichte aufeinandertreffen: In der ehemaligen medizinischen Fakultät der Universität Ingolstadt, in der zwischen 1735 und 1800 tatsächlich Medizin gelehrt wurde. Heute beherbergt dieses Gebäude das Deutsche Medizinhistorische Museum.
Im ersten Obergeschoss des Museums geht es darum, wie Medizin und Anatomie im 18. Jh. verstanden und gelehrt wurden. Dort befindet sich auch der historische Anatomiesaal mit einer Elektrisiermaschine, die im Roman zum Symbol für den „Funken des Lebens“ wird.
Im Frankenstein-Kabinett im Erdgeschoss erfahren die Schüler*innen, wie Mary Shelleys Roman entstand, welche wissenschaftlichen Ideen und ethischen Fragen sie inspirierten und wie eng Fiktion und Realität miteinander verbunden sind.
So schlägt die Führung eine Brücke zwischen Literatur-, Wissenschafts- und Medizingeschichte. Sie lädt dazu ein, über Verantwortung, Fortschritt und das Verhältnis zwischen Wissen und Gewissen nachzudenken – Themen, die seit Mary Shelley nichts an ihrer Aktualität verloren haben.
Die Führung knüpft an Inhalte der Fächer Deutsch, Geschichte, Ethik, Religion und Naturwissenschaften an und eignet sich besonders zur vertiefenden Auseinandersetzung mit Themen wie Wissenschaftsethik, Literatur- und Technikgeschichte.

Im Dialog mit „Starken Dingen“
Dauer 60 Min. | 30 €
max. 15 Personen zzgl. Begleitperson
Für Schüler*innen der 6. bis 9. Klasse
Die Schüler*innen besuchen zusammen mit der Museumspädagogin „Starke Dinge“ im Erdgeschoss der Alten Anatomie. Gemeinsam werden die historischen Objekte betrachtet. Da wird man schnell neugierig…
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Warum musste ein Kind vor vierhundert Jahren ein eisernes Korsett tragen? Warum wurden künstliche Augen nach ihrer Farbe geordnet – und warum trägt das hellblaue Auge die Nummer 1a? Wieso steht über der Vitrine mit dem Stethoskop das Schlagwort „Verstummen“? Und warum sind einem schönen geschnitzten goldenen Rahmen lauter kranke (Glas-)Augen?
Die gemeinsame Suche nach Antworten führt rasch zu neuen Themen – und in unsere Gegenwart. So trägt der Dialog mit den „Starken Dingen“ dazu bei, die heutige Medizin besser zu verstehen und einzuordnen.
Angebote für Schulklassen im Arzneipflanzengarten

Standardführung
Dauer 60 Min. | 30 €
maximal eine Schulklasse
Für alle Altersstufen geeignet
In dieser Führung lernen die Schüler*innen ausgewählte Arzneipflanzen kennen. Sie erfahren, welche Wirkstoffe in ihnen stecken und wie diese in der Heilkunde Anwendung finden. Zugleich wird deutlich, dass viele dieser Pflanzen schon seit Jahrhunderten in der Medizin Verwendung finden. Dieses überlieferte Heilwissen lebt in moderner Form noch heute in vielen Medikamenten fort.
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So vermittelt diese Führung botanische Grundlagen und kulturgeschichtliche Zusammenhänge. Sie gibt Einblick in die spannende Verbindung zwischen Natur, Forschung und Heilkunde – direkt dort, wo es wächst, blüht und duftet.
Diese Fführung greift Aspekte der Fächer Biologie, Chemie, Geschichte und Ethik auf und eignet sich besonders zur vertiefenden Auseinandersetzung mit Themen wie Heilpflanzenkunde, Naturstoffe, medizinische Forschung und dem Verhältnis von Mensch und Natur.

Themenführung:
Berauschend schön. Pflanzen mit halluzinogener Wirkung
Dauer 60 Min. | 30 €
maximal eine Schulklasse
Für Schüler*innen ab der 10. Klasse
Heilpflanze oder Rauschpflanze? Zwischen beiden liegt oft nur ein schmaler Grat. Diese Themenführung widmet sich Pflanzen wie Alraune, Schlafmohn und Tollkirsche, deren Inhaltsstoffe tief ins Nervensystem eingreifen und Wahrnehmung, Stimmung oder Bewusstsein verändern können.
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Beim Rundgang durch den Arzneipflanzengarten wird erläutert, welche Wirkstoffe diese Pflanzen enthalten, wie sie im Körper wirken und welche Bedeutung sie in Medizin, Kultur und Geschichte besitzen.
So beleuchtet die Führung den Wandel ihrer Verwendung von der historischen Heilkunst bis zur modernen Pharmakologie und zeigt, wie eng Nutzen und Risiko miteinander verbunden sein können.
Das Angebot knüpft an Themen der Fächer Biologie, Chemie, Geschichte und Ethik an und eignet sich besonders zur vertiefenden Auseinandersetzung mit Fragen zu Wirkstoffen, Bewusstseinsveränderung, Arzneimittelforschung und gesellschaftlicher Verantwortung.

Themenführung:
Von Chili bis Popcorn. Pflanzen mit Migrationshintergrund
Dauer 60 Min. | 30 €
maximal eine Schulklasse
Für Schüler*innen ab der 10. Klasse
Manche Pflanzen, die längst zu unserem täglichen Leben gehören, haben eine weite Reise hinter sich. Von der südamerikanischen Paprika über den aus Asien stammenden Ingwer bis zur Kapuzinerkresse, die aus den Anden eingeführt wurde, steht jede dieser Pflanze für den Austausch von Wissen und Heiltraditionen über Kontinente hinweg.
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Diese Führung erzählt die spannenden Geschichten jener Heilpflanzen, die aus fernen Regionen nach Europa gelangten und unsere Ernährung, Medizin und Kultur verändert haben.
Die Schüler*innen erfahren, wie sich das Wissen um ihre Anwendung verbreitete und welche Bedeutung sie in der historischen und modernen Medizin besitzen.
So wird deutlich: Pflanzenmigration ist auch Medizingeschichte. Sie zeigt, wie globale Zusammenhänge bis in unseren eigenen Garten und unsere Hausapotheke hineinreichen. Die Führung knüpft an Inhalte der Fächer Biologie, Geschichte, Geografie und Ethik an und eignet sich besonders zur vertiefenden Auseinandersetzung mit Themen wie Heilpflanzenkunde, Kulturgeschichte und Globalisierung.

