Di., 4.11.2025, 12.30 Uhr, mit Dr. Alois Unterkircher
Dr. Alois Unterkircher stellt diesmal ein Objekt vor, das an der Schnittstelle von Medizin und Esoterik verortet werden kann. Bei den Tesla-Energieplatten handelt es sich um anodisierte Aluminiumplatten, die im esoterischen Fachhandel verkauft werden und angeblich positive Energie sowie Schutz vor Elektrosmog bewirken sollen. Wissenschaftlich nachweisbare Effekte gibt es dafür jedoch nicht. Die Hersteller dieser Platten berufen sich auf den Technik-Pionier Nikola Tesla, der sich nicht nur mit physikalischen Fragen zur elektrischen Energieübertragung und -speicherung beschäftigt hat, sondern auch mit eher obskuren Experimenten zur Steigerung menschlicher Energie.
Die Hersteller dieser Energieplatten verweisen aber auch auf den „Mehrwellenoszillator“, den der russisch-französische Ingenieur Georges Lakhovsky in den 1920er-Jahren entwickelt hat. Lakhovsky ging von der Idee aus, dass Zellen durch elektromagnetische Strahlung in Schwingung gebracht werden können. Der Oszillator sollte diese „natürliche Zellschwingung“ stimulieren, ihre Vitalität stärken und v.a. bei chronischen Erkrankungen regenerierend wirken. Auch diese Wirkungen sind wissenschaftlich nicht belegt.
In der Mittagsvisite fragt Unterkircher nach den Hintergründen der modernen Energieplatte und des historischen Oszillator, der heute als pseudowissenschaftliches Gerät aus der Frühzeit der Elektromedizin gilt.
Im Seminarraum „Christa Habrich”, Dauer 30 Minuten, Eintritt frei. Keine Voranmeldung nötig.
Aufgrund der Sparmaßnahmen der Stadt Ingolstadt können die Mittagsvisiten seit September 2025 leider nicht mehr per hybrid stattfinden. Wir bedauern das sehr!