Reihe „Mittagsvisite”: Dreiecktuch nach Esmarch

Di., 31.3.2026, 12.30 Uhr, mit Dr. Alois Unterkircher

Dreiecktuch nach Esmarch (Foto: DMMI)

Dreiecktuch nach Esmarch (Foto: DMMI)

In dieser Mittagsvisite stellt Dr. Alois Unterkircher mit dem „Dreiecktuch nach Esmarch" ein Hilfsmittel vor, das für das Kriegssanitätswesen entwickelt wurde, aber auch die zivile Erste Hilfe entscheidend prägte. Der Kieler Chirurg Friedrich von Esmarch (1823–1908) erkannte während seiner Tätigkeit als Militärarzt in den 1860er Jahren, wie wichtig eine schnelle Erstversorgung verwundeter Soldaten im Felde war. Daraufhin entwickelte er ein einfaches und schnell anwendbares Verbandstuch, das auch Laienhelfern eine unkomplizierte Möglichkeit zur Erstversorgung in die Hand gab. Das Dreiecktuch war leicht herzustellen, platzsparend zu transportieren und für viele Zwecke einsetzbar, etwa zur Ruhigstellung von Armen oder als Kopfverband. Schnell wurde es zum fixen Bestandteil militärischer und ziviler Erste-Hilfe-Ausbildung.

 

In der Mittagsvisite zeichnet Dr. Unterkircher das bewegte Leben Friedrich von Esmarchs nach, dessen 1882 erschienenes Lehrbuch „Die erste Hülfe bei plötzlichen Unglücksfällen" in zahlreiche Sprachen übersetzt und noch bis 1931 aufgelegt wurde. Er erläutert auch, was es mit den bildlichen Darstellungen verwundeter Soldaten auf der Vorderseite des Tuches auf sich hat.

 

Im Seminarraum „Christa Habrich”, Dauer 30 Minuten, Eintritt frei. Keine Voranmeldung nötig.

 

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