So., 5.7., 11.00 Uhr mit Prof. Dr. Fritz Dross, Erlangen (Ort: Barocksaal des Stadtmuseums)

Prof. Fritz Dross (Foto: FAU Erlangen-Nürnberg)

Christus heilt den Aussätzigen (Foto: Münsterpfarrei Ingolstadt)
Öffentlicher Festvortrag anlässlich des Jahrestages der „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Medizinhistorischen Museums e.V."
Aussatz. Zur historischen Praxis fürsorglicher Stigmatisierung
Prof. Dr. Fritz Dross, Universität Erlangen-Nürnberg
Am Sonntag, den 5. Juli, begeht die „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Medizinhistorischen Museums e.V.“ ihren Jahrestag. Neben einer Kuratoriumssitzung und der Mitgliederversammlung umfasst das Programm traditionell auch einen öffentlichen Festvortrag im Barocksaal des Stadtmuseums. Diesmal spricht der Medizinhistoriker Professor Fritz Dross (Universität Erlangen-Nürnberg) zum Thema „Aussatz. Zur historischen Praxis fürsorglicher Stigmatisierung“.
Zum Vortrag
Die Diagnose „Aussatz“ hatte für die davon Betroffenen sehr konkrete, aber durchaus widersprüchliche Folgen: Zum einen die Beurteilung als „unreine“ und damit für die Allgemeinheit „gefährliche“ und zu isolierende Person, zum anderen aber auch die vergleichsweise gute Versorgung in Lepraspitälern und das verbriefte Recht, ungestraft zu betteln. Der Vortrag versucht, diese widersprüchlichen Eindrücke medizinhistorisch einzuordnen. Dabei stützt sich der Referent vor allem auf Beispiele aus der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Reichsstadt Nürnberg. Aber auch eine Ingolstädter Quelle wird in dem Vortrag vorgestellt: Das Tafelgemälde „Christus heilt den Aussätzigen“ von Hans Mielich am Hochaltar des Ingolstädter Münsters.
Informationen zum Referenten
Ort und Zeit
Ort: Barocksaal im Stadtmuseum. Dauer ca. 60 min.
Beginn: 11.00 Uhr (Ein früherer Einlass in den Barocksaal ist nicht möglich, da dort vorher die Mitgliederversammlung der Fördergesellschaft stattfindet)
Eintritt frei, keine Voranmeldung.
Der Festvortrag steht auch Nicht-Mitgliedern offen!