Museum und Schule
Museumspädagogin Natalie Stöhr (Foto: Hubert Klotzeck)

Liebe Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen!

Untenstehend finden Sie unser derzeitiges Führungs- und Workshopangebot. Gerne passe ich die jeweiligen Führungen individuell auf die Bedürfnisse Ihrer Gruppe an. Sie haben ein besonderes Anliegen, wünschen sich einen speziellen Lehrplanbezug oder benötigen weitere Informationen? Gerne berate ich als Museumspädagogin Sie persönlich per Telefon (0841 305 2869) oder E-Mail (natalie.stoehr@ingolstadt.de).

 

 

Angebote für Schulklassen
Museumspädagogin Natalie Stöhr mit TeilnehmerInnen im Arzneipflanzengarten (Foto: Ulrich Rössle)

„Von der Wiese ins Herbar!“ (buchbar ab 1. Juni)
Ein Beitrag zum Jubiläum
„550 Jahre Wissenschaft in Ingolstadt“

In seiner Zeit als Medizinprofessor an der Bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt durchstreifte Leonhart Fuchs mit seinen Studenten die reichhaltige Flora der Gegend. Er schärfte ihren Blick für die wild wachsenden Arzneipflanzen und deren Standorte. Ausgewählte Exemplare wurden für das Universitätsherbar gesammelt, gepresst, beschrieben und anschließend nach der aktuellen Systematik eingeordnet. Als Belohnung für ihre Mühen lud Fuchs die Teilnehmer an den Botanisier-Ausflügen zu einer Brotzeit ein.

Während diesem Workshop treten die SchülerInnen in die Fußstapfen der Studenten. Am ersten Workshoptag unternehmen die SchülerInnen eine kleine Wanderung in die nähere Umgebung, bei der Pflanzen betrachtet, ausgewählt und mitgenommen werden. In der „Herbar-Werkstatt“ im Museum kommen die Pflanzen in die Presse während die Bögen für das Anlegen des Herbars vorbereitet werden. Im Rahmen eines zweiten Workshoptags lernen die SchülerInnen den Arzneipflanzengarten des DMMI kennen und dürfen zum Abschluss ihre professionellen Herbarbögen mit nach Hause nehmen.

⇒ für max. 26 SchülerInnen ab der 5. Jahrgangsstufe
⇒ Dauer: 1. Workshoptag 4 Std., 2. Workshoptag 2 Std. (dazwischen Abstand von mind. einer Woche)
⇒ Buchungsgebühr: 150 €
⇒ Buchung per Mail oder telefonisch unter 0841/305 -2863 oder -2864

Eiserne Lunge (Foto: Ulrich Rössle)

„Seuchen und Gesellschaft“

Krankheiten, die gleichzeitig eine große Menge an Menschen betreffen, haben Medizin und Religion, Politik und Gesellschaft seit jeher in große Sorge versetzt. Handel und Wandel wurden auf unvorhergesehene Weise unterbrochen, die Ordnung der Dinge fundamental in Frage gestellt.

Gemäß des Konzepts Schüler-führen-Schüler erschließt sich die Klasse selbstständig das Thema „Seuchen und Gesellschaft“ im Rahmen des von einer Museumspädagogin angeleiteten Museumsbesuchs.

Ausgehend von Objekten in der Dauerausstellung wird der Umgang mit der frühneuzeitlichen Gesellschaft mit den Seuchen Pest und Lepra diskutiert und mit den Lösungsstrategien des 19. und 20. Jahrhunderts für Pocken, Tuberkulose und Kinderlähmung verglichen. Wie erklärte man sich zu den unterschiedlichen Zeiten das Phänomen von seuchenartig auftretenden Krankheiten? An welche Instanzen wandte man sich auf der Suche nach Hilfe? Welche Bedeutung hatte die Diagnosestellung für die betreffenden Personen?

Die SchülerInnen beschäftigen sich im Gruppendialog auch mit dem Problem der retrospektiven Diagnostik und mit Aspekten der sozialen Ungleichheit. 

⇒ für max. 25 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9 bis 13 + Begleitlehrkraft
⇒ Dauer: 120 Minuten
⇒ Buchungsgebühr: 50 €
⇒ Buchung per Mail oder telefonisch unter 0841/305 -2863 oder -2864

Starke Dinge (Foto: Ulrich Rössle)

„Im Dialog mit Starken Dingen“
Ein coronagerechter Besuch in der Dauerausstellung

Die SchülerInnen besuchen zusammen mit der Museumspädagogin einige „Starke Dinge“ im Erdgeschoss der Alten Anatomie. Beim gemeinsamen Betrachten der historischen Objekte wird man neugierig: Warum musste ein Kind vor vierhundert Jahren ein eisernes Korsett tragen? Warum wurden künstliche Augen nach ihrer Farbe geordnet - und warum trägt das hellblaue Auge die Nummer 1a? Wieso steht über der Vitrine mit dem Stethoskop das Schlagwort „Verstummen“? Und warum sind einem schönen geschnitzten goldenen Rahmen lauter kranke (Glas-)Augen?

Die gemeinsame Suche nach Antworten führt rasch zu neuen Themen - und in unsere Gegenwart. So trägt der Dialog mit den „Starken Dingen“ dazu bei, die heutige Medizin besser zu verstehen und einzuordnen.

⇒ für max. 11 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 7 bis 9
⇒ Dauer: 60 Minuten
⇒ Buchungsgebühr: 50 €
⇒ Buchung per Mail oder telefonisch unter 0841/305 -2863 oder -2864

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