Museum und Schule
Gartenerlebnisführerin und Apothekerin Sigrid Billig (Foto: Andreas Wittmann)

Liebe Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen!

Untenstehend finden Sie unser derzeitiges Führungs- und Workshopangebot. Gerne passe ich die jeweiligen Führungen individuell auf die Bedürfnisse Ihrer Gruppe an. Sie haben ein besonderes Anliegen, wünschen sich einen speziellen Lehrplanbezug oder benötigen weitere Informationen? Gerne berate ich Sie persönlich per Telefon (0841 305 2869) oder E-Mail (sigrid.billig@ingolstadt.de).

 

 

Angebote für Schulklassen
Museumspädagogin Natalie Stöhr mit TeilnehmerInnen im Arzneipflanzengarten (Foto: Ulrich Rössle)

Von der Wiese ins Herbar
Ein Beitrag zum Jubiläum „550 Jahre Wissenschaft in Ingolstadt“

In seiner Zeit als Medizinprofessor an der Bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt durchstreifte Leonhart Fuchs mit seinen Studenten die reichhaltige Flora der Gegend. Er schärfte ihren Blick für die wild wachsenden Arzneipflanzen und deren Standorte. Ausgewählte Exemplare wurden für das Universitätsherbar gesammelt, gepresst, beschrieben und anschließend nach der aktuellen Systematik eingeordnet. Als Belohnung für ihre Mühen lud Fuchs die Teilnehmer an den Botanisier-Ausflügen zu einer Brotzeit ein.

Während diesem Workshop treten die SchülerInnen in die Fußstapfen der Studenten. Zuerst lernen die SchülerInnen wie ein Herbar aussieht, warum es überhaupt angelegt wird und wie wichtig dabei genaues Hinschauen ist. Anschließend wird in kleinen Gruppen eine Pflanze botanisch bestimmt, damit die SchülerInnen den Umgang mit dem Pflanzenbestimmungsbuch „Was blüht denn da?“ lernen.
Nach der Theorie unternehmen die SchülerInnen eine kleine Wanderung in die nähere Umgebung, bei der Pflanzen betrachtet, ausgewählt und mitgenommen werden. In der „Herbar-Werkstatt“ im Museum werden die Herbar-Bögen ausgefüllt und die Pflanzen zum Trocknen in Bücher eingelegt und gepresst. Am Ende erhalten die SchülerInnen den beschrifteten Herbar-Bogen und die Lehrkraft das Buch mit den gepressten Pflanzen.
Der letzte Schritt erfolgt in der Schule: Nach frühestens einer Woche können die Pflanzen auf den Herbar-Bögen fixiert werden.

⇒ für max. 26 SchülerInnen ab der 5. Jahrgangsstufe
⇒ Dauer: 4 Std.
⇒ Buchungsgebühr: 100 €
⇒ Buchung per Mail oder telefonisch unter 0841/305 -2863 oder -2864

Eiserne Lunge (Foto: Ulrich Rössle)

Seuchen und Gesellschaft

Krankheiten, die gleichzeitig eine große Menge an Menschen betreffen, haben Medizin und Religion, Politik und Gesellschaft seit jeher in große Sorge versetzt. Handel und Wandel wurden auf unvorhergesehene Weise unterbrochen, die Ordnung der Dinge fundamental in Frage gestellt.

Gemäß des Konzepts Schüler-führen-Schüler erschließt sich die Klasse selbstständig das Thema „Seuchen und Gesellschaft“ im Rahmen des von einer Museumspädagogin angeleiteten Museumsbesuchs.

Ausgehend von Objekten in der Dauerausstellung wird der Umgang mit der frühneuzeitlichen Gesellschaft mit den Seuchen Pest und Lepra diskutiert und mit den Lösungsstrategien des 19. und 20. Jahrhunderts für Pocken, Tuberkulose und Kinderlähmung verglichen. Wie erklärte man sich zu den unterschiedlichen Zeiten das Phänomen von seuchenartig auftretenden Krankheiten? An welche Instanzen wandte man sich auf der Suche nach Hilfe? Welche Bedeutung hatte die Diagnosestellung für die betreffenden Personen?

Die SchülerInnen beschäftigen sich im Gruppendialog auch mit dem Problem der retrospektiven Diagnostik und mit Aspekten der sozialen Ungleichheit. 

⇒ für max. 25 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9 bis 13 + Begleitlehrkraft
⇒ Dauer: 120 Minuten
⇒ Buchungsgebühr: 50 €
⇒ Buchung per Mail oder telefonisch unter 0841/305 -2863 oder -2864

Starke Dinge (Foto: Ulrich Rössle)

Im Dialog mit Starken Dingen

Die SchülerInnen besuchen zusammen mit der Museumspädagogin einige „Starke Dinge“ im Erdgeschoss der Alten Anatomie. Beim gemeinsamen Betrachten der historischen Objekte wird man neugierig: Warum musste ein Kind vor vierhundert Jahren ein eisernes Korsett tragen? Warum wurden künstliche Augen nach ihrer Farbe geordnet - und warum trägt das hellblaue Auge die Nummer 1a? Wieso steht über der Vitrine mit dem Stethoskop das Schlagwort „Verstummen“? Und warum sind einem schönen geschnitzten goldenen Rahmen lauter kranke (Glas-)Augen?

Die gemeinsame Suche nach Antworten führt rasch zu neuen Themen - und in unsere Gegenwart. So trägt der Dialog mit den „Starken Dingen“ dazu bei, die heutige Medizin besser zu verstehen und einzuordnen.

⇒ für max. 11 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 7 bis 9
⇒ Dauer: 60 Minuten
⇒ Buchungsgebühr: 30 €
⇒ Buchung per Mail oder telefonisch unter 0841/305 -2863 oder -2864

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