Dauerausstellung Medizingeschichte

ACHTUNG! Der folgende Text ist schon Geschichte. Wir haben alle Objekte und Gemälde in das Magazin geräumt, weil für das historische Museumsgebäude Sanierungsmaßnahmen geplant sind! Die Dauerausstellung zur Medizingeschichte wird erst 2018 wieder eröffnet - und wird dann auch anders aussehen...

Auf zwei Stockwerken werden Objekte zur Medizingeschichte dargeboten, wie sie in dieser Qualität und Vielfalt für Deutschland einmalig sind. Die Präsentation folgt einer chronologischen Staffelung, die sich an dem Paradigmenwechsel orientiert, der sich in der Medizin um 1850 vollzogen hat. Damals wurde das seit der Antike gültige Konzept der Humoralpathologie zusehends von dem naturwissenschaftlichen Körperbild abgelöst, dem unsere Medizin auch heute noch verpflichtet ist.

Gebärstühle

Im Eingangsbereich haben die Antike Medizin, die Ausleitenden Verfahren, die religiöse Volksmedizin, die Kinder- und Säuglingspflege und die Hebammengeburtshilfe ihren Platz. Im Gartensaal schließen sich Physiologie, Chirurgie, Seuchen und Impfwesen an. Objekte zur Reisemedizin und zur Krankenpflege und eine Vitrine zur „Alten Anatomie" leiten zur naturwissenschaftlichen Medizin über, die mit einer Herz-Lungen-Maschine und anderen kardiologischen Gerätschaften vertreten ist.

Barockes Deckenfresko im Anatomiesaal

Im Obergeschoss setzt sich der Gang durch die Medizingeschichte mit den Fächern fort, die sich ab 1850 aus der Chirurgie heraus verselbstständigten: Zahnheilkunde, Augenheilkunde und Gynäkologie. Darauf folgt der prächtigste Raum, das ehemalige „Theatrum anatomicum” mit seinem barocken Deckenfresko. In den Vitrinen erinnern anatomische Präparate an die ursprüngliche Funktion des Raumes. Auch die Botanik, die früher oft von Anatomen unterrichtet wurde, hat hier ihren Platz.

Eiserne Lunge

Der sich anschließende Seitenflügel bietet eine umfangreiche Sammlung diagnostischer Instrumente vom Handkraftmesser bis zum Labormikroskop. In dem Durchgang zum nächsten Raum ist die Pharmazie vertreten. Die letzte Abteilung enthält eine Sammlung zur HNO sowie eine umfangreiche Brillensammlung. Den Schlusspunkt bildet eine kleine Auswahl medizintechnischer Geräte: u.a. Brutschränke aus dem Labor von Robert Koch, den Nachbau der ersten künstlichen Niere und eine „Eiserne Lunge”.

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