Die Seele ist ein Oktopus Antike Vorstellungen vom belebten Körper

20.7. – 15.10.2017
Eröffnung: 19.7.2017, 19 Uhr

Eine Ausstellung des
Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité
in Zusammenarbeit mit dem
Exzellenzcluster TOPOI
und der
Alexander von Humboldt-Professur für Klassische Altertumswissenschaften und Wissenschaftsgeschichte
an der Humboldt Universität Berlin

Begleitprogramm

Woraus besteht die Seele, wie steuert sie den menschlichen Körper und wo ist ihr Sitz im Körper? Was geschieht, wenn ein Mensch krank wird, und was trägt zu seiner Heilung bei? Antike Mediziner und Philosophen stellten sich Fragen wie diese, um zu verstehen, was der Mensch ist und wie er funktioniert. Dabei kamen sie zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Ausstellung stellt zentrale antike Auffassungen von physischen und seelischen Vorgängen vor, die zwischen ca. 500 vor und 200 nach Christus entwickelt wurden. Dabei werden vor allem die vielfach rezipierten und kommentierten Ansichten von Aristoteles und Galen aufgegriffen. Aber auch weniger bekannte Positionen werden vorgestellt – zum Beispiel die Ansicht der Stoiker, die Seele erstrecke sich durch den Körper wie die Arme eines Oktopus. Daraus ergibt sich ein faszinierender Einblick in das antike Seelen- und Körperverständnis, der uns nicht nur die Wurzeln einiger unserer heutigen medizinischen Vorstellungen vorführt, sondern auch zum lustvollen Eindenken in alternative Sehweisen einlädt.

Die Ausstellung setzt auf großformatige Bilder, die der Berliner Graphiker Christoph Geiger in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Topoi-Forschungsprojektes D2 – Mapping Body and Soul – für die zehn Ausstellungsthemen geschaffen hat. Ergänzt werden diese graphischen Umsetzungen der antiken Körperkonzepte durch Objekte aus der Sammlung des Deutschen Medizinhistorischen Museums und zahlreiche Leihgaben aus anderen Häusern.

Zu der Ausstellung ist ein englischsprachiger Begleitband erhältlich. Für die Präsentation in Ingolstadt wird dieser Begleitband zusätzlich in einer deutschen Fassung aufgelegt.

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