Vortragsreihe 700 Jahre Spitalstiftung:  Von Henkeln, Tüllen und Hohlräumen. Pflegegeschichte aus Sicht ihrer Objekte

Mi., 5.6.2019, 19.00 Uhr, mit Isabel Atzl M.A., Linz am Rhein / Stuttgart

Krankenteller aus der Sammlung des DMMI (Foto: Alois Unterkircher)

700 Jahre Stiftung Heilig-Geist-Spital
Vortragsreihe im Deutschen Medizinhistorischen Museum

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Am 25. Juli 1319 rief Ludwig der Bayer (1283-1347) in Ingolstadt eine Spitalstiftung ins Leben, die bis heute existiert. Diese Stiftung erhielt unter anderem auch den Heiligen Geist als Kirchenpatron. Sie versorgte nicht nur arme Kranke; auch hochbetagte Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger, schutzbedürftige Witwen oder durchreisende Pilger fanden hier Pflege und Trost.

Anlässlich des 700-jährigen Gründungsjubiläums veranstaltet das DMMI von März bis August 2019 eine Vortragsreihe zu verschiedenen Aspekten der allgemeinen Spitalgeschichte.
VOR den Vorträgen kann ab 18 Uhr die Ausstellung radikal analog besucht werden.
NACH den Vorträgen gibt es die Möglichkeit, bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.

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VORTRAG:
Von Henkeln, Tüllen und Hohlräumen. Pflegegeschichte aus Sicht ihrer Objekte

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Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Spital ein ganzer Strauß an spezialisierten Einrichtungen, die ihren grundlegend fürsorgenden Charakter behalten. Krankenhäuser und Altenheime werden zu Orten, an denen Pflegende zunehmend professionell geschult ihren Dienst tun. Mit der Industrialisierung und den Möglichkeiten der Massenproduktion werden Pflegenden dabei neue Gerätschaften in die Hand gegeben, mit denen die Sorge um Kranke und Hochbetagte erleichtert werden soll. In ihnen werden neben Aspekten wie Wissen und Technik auch Themen wie Erfahrung und Zuwendung nachvollziehbar. Anhand von Objekten aus dem DMMI gibt Isabel Atzl bei diesem Vortrag einen Einblick in die Welt pflegerischen Handelns vom Spital bis zum modernen Krankenhaus.

Zur Referentin | Isabel Atzl ist Krankenschwester und Historikerin. Sie arbeitet seit 2005 als Ausstellungskuratorin (u.a. „Who Cares? Geschichte und Alltag der Krankenpflege“) und Wissenschaftlerin. Derzeit hat sie ein Forschungsstipendium des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart inne. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die objektbasierte Pflege- und Medizingeschichte.

Eintritt frei, keine Voranmeldung, Dauer ca. 60 min.

 

 

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