Reihe „Mittagsvisite”: Transportkasten für Versuchstiere

Di., 12.11.2019, 12.30 Uhr, mit Dr. Alois Unterkircher

Transportkasten für Versuchstiere, um 1920, DMMI (Foto: Alois Unterkircher)

Transportkasten für Versuchstiere, um 1920, DMMI (Foto: Alois Unterkircher)

In der Mittagsvisite stellt Dr. Alois Unterkircher ein auf den ersten Blick recht unscheinbares Objekt vor, das für die medizinische Forschung aber unentbehrlich war. Es handelt sich um einen Transportkasten für Versuchstiere, wobei die darin eingepferchten Tiere zugleich auch für eine Blutentnahme oder eine Injektion fixiert werden konnten. Tierexperimente für medizinische Zwecke haben eine lange Tradition. In der naturwissenschaftlich ausgerichteten Medizin wurden Versuche an Tieren jedoch zu einem zentralen Mittel der Erkenntnisgewinnung. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nahmen daher derartige Versuchsreihen stark zu. Vor allem Kaninchen, Katzen, Hunde, Mäuse oder Meerschweinchen ließen in den neu eingerichteten Labors zu Hunderten ihr Leben, um das medizinisch-pharmazeutische Wissen zu vermehren.

In der Mittagsvisite erläutert Unterkircher nicht nur die Funktionsweise des Transportkastens, sondern geht auch auf die Geschichte des Tierschutzgedankens ein. Denn Ende des 19. Jahrhunderts wurde die öffentliche Kritik an Vivisektionen, wie Eingriffe am lebenden Tier genannt wurden, immer lauter. Ausgehend von Großbritannien bildeten sich bald auch in Deutschland erste Vereine, die für den Erlass entsprechender Tierschutzgesetze eintraten. 

Seminarraum "Christa Habrich", Dauer 30 Minuten, Eintritt ist frei.

 

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