Reihe „Mittagsvisite”: Toupet

Di., 31.7.2018, 12.30 Uhr, mit Dr. Alois Unterkircher

200 Jahre Frankenstein
Mittagsvisiten-Reihe „Baukasten Mensch”
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Im „Frankenstein-Jahr 2018“ steht die Mittagsvisite im Deutschen Medizinhistorischen Museum einmal im Monat unter dem Thema „Baukasten Mensch“. Am Dienstag, 31. Juli, um 12.30 Uhr findet die Mittagsvisite wieder in der in der Hohen Schule statt, wo das Künstlerpaar Thomas & Gabriele Neumaier das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Medizinhistorischen Museum entstandene „Kleine Frankenstein Depot“ zeigt.

Dr. Alois Unterkircher nimmt die dort ausgestellten „Hirnkappen“ zum Anlass, um über ein sensibles Thema zu sprechen: Den Haarausfall und das Bestreben, denselben durch künstliche oder echte Haarteile zu kaschieren. Alopecia als medizinischer Fachbegriff für das sich über den Durchschnitt von 70 und 100 Kopfhaaren pro Tag lichtende Haupthaar wird vor allem von Männern als Problem gesehen. Denn volles Haar symbolisiert in den meisten Kulturen Virilität und jugendlichen Elan. Die Verfahren und Eingriffe zur Überdeckung schütterer Stellen sind daher überaus vielfältig und reichen von der klassischen Perücke über künstliches oder echtes „Zweithaar“ bis hin zur modernen Haartransplantation

Dr. Unterkircher erläutert in seiner Mittagsvisite nicht nur die Geschichte des Perückenmacher-Gewerbes und dessen Herkunft aus der Zunft der Bader und Barbiere. Er geht auch der von Mary Shelley in ihrem Roman nicht näher ausgeführten Frage nach, ob Frankenstein seiner Kreatur ein Toupet oder eine Perücke aufgesetzt hat, um deren durch die lange „Liegezeit“ des Kopfes wohl sehr lichte Haarpracht zu verdichten.

Die Mittagsvisite findet in der Ausstellung Kleines Frankenstein Depot in der Hohen Schule statt.
Dauer 30 min., Eintritt frei

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