Reihe „Mittagsvisite”: Mutterkreuz

Di., 8.5.2018, 12.30 Uhr, mit Prof. Dr. Marion Ruisinger

Bei der „Mittagsvisite“ im Deutschen Medizinhistorischen Museum am Dienstag, 8.5., um 12.30 Uhr trifft sich Museumsdirektorin Marion Ruisinger mit ihren Gästen vor einer Vitrine in der Sonderausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus“, die das „Ehrenkreuz der deutschen Mutter“ zum Thema hat.

Das „Mutterkreuz“ wurde 1938 von Adolf Hitler als „Orden“ für Frauen gestiftet, die mindestens vier Kinder hatten. Doch nicht jeder kinderreichen Frau wurde diese Auszeichnung verliehen. Die Voraussetzung war ein positives Gutachten des staatlichen Gesundheitsamtes, das den Eltern bestätigte, „deutschblütig und erbtüchtig“ zu sein. Das Mutterkreuz war nicht einfach nur eine Auszeichnung für kinderreiche Frauen, sondern eine gezielt eingesetzte Maßnahme der sogenannten „positiven Eugenik“. Marion Ruisinger geht bei der Mittagsvisite auch auf das komplementäre Programm der „negativen Eugenik“ ein, das für Frauen, die nicht als „erbgesund“ galten, sogar die Zwangssterilisation vorsah.

In der Sonderausstellung Radiologie im Nationalsozialismus
Beginn 12.30 Uhr, Dauer 30 min., Eintritt frei

 

 

 

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