Reihe „Mittagsvisite”: Dekobüste „Rudolf Virchow"

Di., 15.10.2019, 12.30 Uhr, mit Dr. Alois Unterkircher

Bronzebüste "Rudolf Virchow" von J. Wustrow, um 1910, DMMI (Foto: Greta Butuci)

Am Dienstag, 15.10., um 12:30 Uhr stellt Dr. Alois Unterkircher in der halbstündigen Mittagsvisite eine Miniaturbüste vor, die Rudolf Virchow (1821-1902) darstellt. Miniaturbüsten wie die gezeigte waren den großen Originalen aus Gips oder Marmor nachempfunden, konnten allerdings ohne großen Aufwand auf Schreibtische und in Regale von ärztlichen Arbeitszimmern gestellt werden. Dr. Unterkircher erläutert nicht nur die kuriose Geschichte dieser 2018 in die Sammlung gekommenen Büste. Er beleuchtet auch die weniger bekannte Seite Virchows als Anthropologe, Altertumsforscher und Reformer. 

Der Arzt und Pathologe Rudolf Virchow gilt als einer der herausragenden Ärztepersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Dieser Ruhm geht vor allem auf die von ihm entwickelte Zellularpathologie zurück, mit der er die Zelle zum Sitz von Krankheiten erklärte. Dieses Konzept brach mit bislang gültigen Erklärungsversuchen zur Entstehung von Krankheiten und basierte auf genaue klinische Beobachtung, systematisch durchgeführten Sektionen und Tierexperimenten. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Rudolf Virchow mit zahlreichen Büsten geehrt und auf unzähligen Gedenkmünzen und Briefmarken verewigt wurde. Ähnlich wie bei seinem Kollegen Robert Koch entwickelte sich bereits zu seinen Lebzeiten ein regelrechter „Hype“ um diesen Arzt.

Die Mittagsvisite findet im Seminarraum „Christa Habrich“ statt. Der Eintritt ist frei. 

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