Reihe „Mittagsvisite”: Autoklav zum Sterilisieren

Di., 14.1.2020, 12.30 Uhr, mit Prof. Dr. Marion Ruisinger

Autoklav, Berlin um 1890

Eine große Kupfertrommel auf drei Beinen mit einem Thermometer, das aus dem aufgeschraubten Deckel ragt – wirklich spektakulär sieht dieses Objekt nicht aus. Und doch war es in seiner Zeit, den 1890er Jahren, absolute „High Tech”. Es handelt sich dabei nämlich um ein Gerät zur Desinfektion von Verbandsmaterial und OP-Tüchern mit Wasserdampf, einen sogenannten „Autoklaven”. Das Prinzip der Asepsis, für dessen Umsetzung die Firma Lautenschläger den Autoklaven konstruierte, war damals noch brandneu. Robert Koch hatte ja erst in den 1870er Jahren die Entstehung von bakteriellen Infektionen geklärt. Die Mittagsvisite mit Museumsdirektorin Marion Ruisinger führt in das medizinische Berlin des späten 19. Jahrhunderts, das eine weltweite Vorreiterrolle für die Einführung des aseptischen Operierens hatte.

Diese Mittagsvisite ist zugleich ein Beitrag zum Themenjahr 2019/20 [wasser] der Kunst und Kultur Bastei.

Seminarraum „Christa Habrich”, Dauer 30 Minuten, Eintritt ist frei.

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