Lesung zum Weltfrauentag: Wüstenblume muss nicht sein

So., 11.3.2018, ab 11.00 Uhr, Café „hortus medicus”

Eine Veranstaltung des Café hortus medicus
Schirmherrin: Veronika Peters

Wüstenblume muss nicht sein
Wie Mädchen vor Beschneidung gerettet werden können

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Anlässlich des Weltfrauentages lädt das Museumscafé „hortus medicus”  zu einer Lesung in das Deutsche Medizinhistorische Museum ein. Mit der Veranstaltung wollen Petra Backhausen und Patricia Jacobsen, die Betreiberinnen des Museumscafés, auf eine der größten Menschenrechtsverletzungen der Welt aufmerksam machen: Jährlich werden circa drei Millionen Mädchen weltweit oft auf brutale Weise genital verstümmelt.

Schon 1998 schilderte das somalische Topmodell Waris Dirie in ihrem Bestseller ‚Wüstenblume’, der auch durch seine Verfilmung bekannt wurde, ihre eigene grausame Beschneidung. Trotz internationaler Ächtung und Verboten droht jedoch bis heute Mädchen und jungen Frauen, die sich gegen die Beschneidung zur Wehr setzen, der gesellschaftliche Ausstoß aus Familie und Clan und damit der Verlust ihrer Lebensgrundlage.

Bei der Lesung im Medizinhistorischen Museum wird ein Erfolgsprojekt im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung vorgestellt: das Fulda-Mosocho-Projekt in Kenia, das von der UNICEF als eines der fünf erfolgreichsten seiner Art gewertet wurde. In Mosocho, einer Region im Westen Kenias, ist die weibliche Genitalverstümmelung (auf Englisch Female Genital Mutilation, kurz FGM) nun nach nur 15 Jahren so gut wie ausgerottet. Die Nachbarregionen wünschen sich bereits sehnlichst die gleiche Hilfe aus Fulda in Deutschland, wo der sogenannte wert-zentrierte Ansatz von einer Professorin der Sozialpädagogik, Frau Hinkelmann-Toewe, für dieses Erfolgsprojekt entwickelt wurde.

Dr. Manfred Schuhmann (MdL a.D.), Sabine Engert und andere bekannte Ingolstädterinnen und Ingolstädter tragen bei der gemeinsamen Lesung Statements von AfrikanerInnen und Deutschen vor, die einen gesellschaftlichen Wandel, eine neue Wertschätzung der Frau und einen neuen, liebevollen Umgang miteinander bezeugen. Abschließend wird in einem Kurzfilm eine junge Frau, eine der ersten ‚Geretteten‘, zu Wort kommen.

Die Veranstaltung findet im Seminarraum „Christa Habrich” im 1. OG des Neubaus statt.
Dauer ca. 60 min., keine Teilnahmegebühr, keine Voranmeldung.  

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