Führung durch die Ausstellung „Radiologie im Nationalsozialismus”

Do., 17.5.2018, 14.00 Uhr, mit Dr. Alois Unterkircher

Die Ausstellung Radiologie im Nationalsozialismus veranschaulicht den Stand der Röntgentechnik in der Zeit von 1933 bis 1945 und bringt Beispiele dafür, wie diese medizintechnischen Möglichkeiten eingesetzt wurden, um das große Ziel der nationalsozialistischen Diktatur, die Schaffung eines „reinen und starken deutschen Volkskörpers", zu erreichen. Dies reichte von der Zwangsasylierung von (durch Röntgenreihenuntersuchungen erkannten) Tuberkulosekranken über die Zwangskastration von Frauen durch Strahlung bis hin zu verbrecherischen Menschenversuchen im KZ Auschwitz, wo eine hochmoderne Röntgenanlage zur Verfügung stand. Ein weiteres Thema der Ausstellung ist das Schicksal der jüdischen RöntgenärztInnen, die, psychisch und physisch traumatisiert, Deutschland verlassen mussten oder gar ermordet wurden.

Bei der öffentlichen Führung wird nicht nur auf diese Inhalte der Wanderausstellung eingegangen, sondern auch das Ausstellungsmodul „Fokus Ingolstadt” erläutert, das die Ergebnisse einer regionalhistorischen Spurensuche präsentiert.

Die Führung ist auf 15 Personen begrenzt, damit es beim Gang durch die Ausstellung nicht zu eng wird. Wir empfehlen daher eine Voranmeldung an der Museumskasse unter:
Tel.: 0841-305 2860
E-Mail:
dmm-kasse(at)ingolstadt.de.
Bitte die Karten spätestens 15 Minuten vor Beginn der Führung abholen, sonst verfällt die Vormerkung!

Dauer 60 min., Museumseintritt zzgl. 2,50 € Führungsgebühr

Anatomiestraße 18 – 20 · 85049 Ingolstadt · (0841) 305-2860 · Fax -2866 · E-Mail: dmm@ingolstadt.de