Buchvorstellung zum Tag der Opfer des Nationalsozialismus

Sa., 27.1.2018, 19.00 Uhr, mit Prof. Annette Eberle

Tag der Opfer des Nationalsozialismus
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Die Ärzteschaft hatte wesentlichen Anteil am Programm der Nationalsozialisten zur Zwangssterilisation und „Euthanasie“. Nach dem „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom Juli 1933 wurden bis Kriegsende etwa 400.000 Menschen zwangssterilisiert. Den Krankenmorden fielen Schätzungen zufolge insgesamt 300.000 Menschen zum Opfer.

Im Zentrum der 2017 erschienenen Studie steht die Funktion der ärztlichen Standesorganisationen in Bayern, der Landesärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung, als politische Verwalter einer Gesundheitspolitik des „Ausmerzens“ zwischen 1933 und 1945. Ausgehend von den Geschehnissen in der „Hauptstadt der Bewegung“ zeichnet Annette Eberle in ihrem Buch die verantwortliche Beteiligung der regionalen Ärzteführer an dem ideologischen und strukturellen Umgestaltungsprozess nach, der die Voraussetzung für die Verstrickung in die NS-Verbrechen war.

Im Anschluss an die Buchvorstellung besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit der Autorin.

Eintritt frei, keine Voranmeldung.
Weiterbildungspunkte bei der BLÄK sind beantragt.

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